Robeta erweitert sein Modellprogramm um einen größeren Campervan. Der neue Robeta Hercules übernimmt die Position des Flaggschiffs und ist zugleich das erste Fahrzeug des slowenischen Herstellers in der Sieben-Meter-Klasse. Als Basis dient ein Mercedes-Benz Sprinter mit einer Außenlänge von 6,93 Metern.
Das neue Modell wurde in erster Linie für zwei Personen entwickelt, die längere Reisen unternehmen und mehr Platz benötigen, als ein kompakter Kastenwagen bieten kann. Robeta möchte den Hercules zwischen einem klassischen Campervan und einem großen Reisemobil beziehungsweise Liner positionieren.
Der Hercules soll entsprechend mehr Wohnraum und Komfort bieten, ohne die Fahreigenschaften und die vergleichsweise schlanke Karosserie des Mercedes-Benz Sprinter aufzugeben. Die Gestaltung des Innenraums orientiert sich nach Angaben des Herstellers an hochwertigen Yachten und modernen Apartments.
Campervan für ausgedehnte Reisen zu zweit
Mit dem Hercules reagiert Robeta nach eigenen Angaben auf Anfragen von Kunden und Handelspartnern. Gewünscht wurde demnach ein größeres Reisefahrzeug, das den Fahrkomfort des Mercedes-Benz Sprinter mit einem geräumigeren und umfassender ausgestatteten Wohnbereich verbindet.
Das Fahrzeug ist ausdrücklich als Reisemobil für zwei Personen konzipiert. Der Grundriss soll sich vor allem für mehrwöchige Touren eignen, bei denen neben komfortablen Schlafmöglichkeiten auch Stauraum für Fahrräder, Sportausrüstung und umfangreiches Reisegepäck benötigt wird.
Robeta bezeichnet das Konzept als „Grand Touring for Two“. Im Mittelpunkt stehen nicht möglichst viele Schlaf- und Sitzplätze, sondern großzügige Platzverhältnisse für zwei Reisende.
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Elektrisches Hubbett im Heck
Ein wesentliches Merkmal des Robeta Hercules ist das elektrisch absenkbare Längsbett. Die Liegefläche misst abhängig vom jeweiligen Bereich 2.000 beziehungsweise 1.850 Millimeter in der Länge und 1.600 Millimeter in der Breite.
Zum Schlafen wird das Bett elektrisch in seine untere Position gefahren. Dort entsteht eine durchgehende Liegefläche, die nicht jeden Abend vollständig aufgebaut werden muss. Wird das Bett tagsüber nicht benötigt, lässt es sich unter das Fahrzeugdach anheben.
Durch diese Konstruktion vergrößert sich der darunterliegende Stauraum. Die Höhe der Heckgarage kann auf das mitgeführte Gepäck abgestimmt werden. Dadurch soll sich der hintere Fahrzeugbereich unter anderem für Fahrräder, Golfausrüstung oder andere größere Sportgeräte eignen.
Robeta verbindet damit ein vollwertiges Längsbett mit einer variablen Garage. Reisende müssen sich somit nicht grundsätzlich zwischen einer großen Liegefläche und umfangreichem Stauraum entscheiden.
Großes Badezimmer mit separater Dusche
Das Badezimmer des Hercules ist 105 Zentimeter breit und verfügt über einen eigenen, geschlossenen Duschbereich. Durch die räumliche Trennung soll der übrige Sanitärraum beim Duschen weitgehend trocken bleiben.
Zur Ausstattung gehört außerdem ein bewegliches Waschbeckensystem. Das Waschbecken kann abhängig von der jeweiligen Nutzung verschoben beziehungsweise aus dem Bewegungsbereich genommen werden. Auf diese Weise soll der vorhandene Raum effizienter genutzt werden.
Ergänzt wird das Bad durch mehrere Staufächer für Pflegeprodukte, Handtücher und weitere Reiseutensilien. Genaue Angaben zur Toilette und zu den Kapazitäten der Frisch- und Abwassertanks nennt Robeta bislang nicht.
Wohnbereich mit Lounge-Charakter
Im vorderen Teil des Fahrzeugs setzt Robeta auf ein Lounge-Konzept. Die Sitzgruppe soll weniger an eine klassische Dinette und stärker an einen kleinen Wohnbereich erinnern.
Der Hersteller verspricht bequeme Sitzmöglichkeiten und mehr Bewegungsfreiheit bei längeren Aufenthalten. Genauere Informationen zur Zahl der eingetragenen Sitzplätze oder zur Ausführung der Gurtsitze während der Fahrt liegen noch nicht vor.
Zu den auffälligeren Einrichtungselementen gehört eine gläserne Vitrine mit integrierter Ambientebeleuchtung. Sie übernimmt sowohl eine gestalterische Funktion als auch die Aufgabe eines zusätzlichen Stauraums.
Der Innenraum soll insgesamt wie aus einem Guss wirken. Nach Angaben von Robeta wurden Möbel, Technik und Ausstattung als zusammenhängendes Konzept entwickelt. Dadurch soll der Hercules nicht den Eindruck eines nachträglich ausgebauten Transporters vermitteln.
Kühlschrank, Mikrowelle und optionaler Weinschrank
Zur Küchenausstattung gehört ein 90 Liter großer Kühlschrank. Für längere Reisen bietet er mehr Platz als die kleineren Kühlgeräte, die häufig in kompakten Campervans eingebaut werden.
Zusätzlich soll eine Mikrowelle erhältlich sein. Ein optionaler Weinschrank gehört ebenfalls zum angekündigten Ausstattungsprogramm. Ob die Mikrowelle serienmäßig eingebaut wird oder ebenfalls aufpreispflichtig ist, geht aus der Pressemeldung nicht eindeutig hervor.
Darüber hinaus erhält der Hercules ein fest integriertes TV-System. Robeta nennt noch keine Details zur Größe oder Position des Bildschirms. Auch Angaben zur Audioausstattung und zu möglichen Internet- beziehungsweise Streaminglösungen fehlen bislang.
Elektronisches Fahrzeugmanagement
Die Bordtechnik wird über ein elektronisches Fahrzeugmanagementsystem gesteuert. Darüber lassen sich voraussichtlich verschiedene Funktionen wie Beleuchtung, Energieversorgung, Heizung sowie die Füllstände der Tanks kontrollieren.
Welche Komponenten serienmäßig in das System eingebunden werden, erläutert Robeta noch nicht. Auch zu Batteriekapazität, Solaranlage, Wechselrichter und möglichen Autarkiepaketen liegen bislang keine technischen Daten vor.
Der Hersteller kündigt jedoch einen hohen Grad an Personalisierung an. Kunden sollen Farben, Materialien und verschiedene Ausstattungselemente auf ihre persönlichen Anforderungen abstimmen können.
Neue Farben und Materialien
Parallel zur Premiere des Hercules führt Robeta eine überarbeitete Designsprache für seine Campervan-Innenräume ein. Insgesamt kündigt das Unternehmen vier neue Farbschemata an, beschreibt in der vorliegenden Pressemeldung allerdings nur zwei davon genauer.
Die Variante „Pure Dream“ kombiniert cremefarbene Oberflächen mit dunklem Holz. Daraus entsteht ein kontrastreicher, eher klassisch gestalteter Innenraum.
Bei „Fantasy Dream“ treffen helle Cremefarben auf eine warme, helle Eichenholzoptik. Diese Kombination soll den Wohnbereich freundlicher und luftiger erscheinen lassen.
Die Namen und die genaue Gestaltung der beiden weiteren angekündigten Farbkonzepte nennt Robeta nicht. Ebenso bleibt offen, welche Ausführungen beim Hercules serienmäßig erhältlich sind und für welche Materialien ein Aufpreis verlangt wird.
Wo wir gerade beim Preis sind. Der startet bei rund 133.000 Euro.






